Christenverfolgung stoppen! Wir setzen uns für den Schutz der religiösen Minderheiten im Iran ein und fordern, dass alle Gefangenen, die aufgrund ihrer Überzeugungen oder religiösen Aktivitäten inhaftiert wurden, sofort freigelassen werden.

Die iranische Christin Lida Alexani (Bild) muss in Kürze in Teheran eine Haftstrafe von acht Jahren antreten, zu der sie verurteilt wurde, weil sie auf ihrem Recht auf Glaubensfreiheit besteht.
Die 58-jährige Lida Alexani, die Kinder und Enkelkinder hat, wurde im April 2025 erstmals festgenommen und nach einem Monat gegen Zahlung einer Kaution vorläufig aus der Haft entlassen. Der Christin wird von der Regime-Justiz „Propaganda gegen den Staat und Vergehen gegen die Staatssicherheit“ vorgeworfen, weil sie sich in Privathäusern mit anderen Christen zu Gottesdiensten getroffen hat und an ihrem Glauben festhält. Ende Juni 2026 wurde ihre Haftstrafe von acht Jahren bestätigt.

Lidas Ehemann, der Pastor Joseph Shahbazian (Bild), verbüßt bereits im Teheraner Evin-Gefängnis eine Haftstrafe von 10 Jahren, zu der er verurteilt wurde, weil er ehemalige Muslime, die den christlichen Glauben angenommen haben, in seine Gemeinde aufgenommen hat. Er ist seit Februar 2025 in Gefangenschaft.
Bereits im Juli 2026 haben zwei UNO-Menschenrechtsexpertinnen die Unterdrückungsmaßnahmen des Regimes gegen die Christen im Iran verurteilt. Mai Sato, UNO-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtslage im Iran und Nazila Ghanea, UNO-Sonderberichterstatterin für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, forderten das iranische Regime auf, alle Drohungen und Einschüchterungsversuche gegen Kirchengemeinden einzustellen und alle willkürlich inhaftierten Christen freizulassen.



